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SPAREN / Familie & Kinder
Geld ist ein Machtfaktor
Es ist besser wenn beide Partner jeweils ein separates Bankkonto haben. Wenn nur einer ein Girokonto hat, dann wird derjenige es handhaben wie sein eigenes ohne Rücksicht auf den Partner/in. Es gibt viele Banken, die eine kostenlose Kontoführungsgebühr anbieten oder die im Monat lediglich 1 – 2 Euro kosten.
Organisation und Planung
Reden Sie von Anfang an offen darüber, wer die Finanzen federführend managt und wie. Am besten sollten sich beide gleichberechtigt darum kümmern und die Kosten und Einnahmen kennen.
Es muss klar dokumentiert werden, welche monatlichen Einkommen jeweils erzielt werden und welche monatlichen Ausgaben anfallen. Erstellen Sie sich eine Excel-Tabelle und budgetieren Sie, welche monatlichen Beträge für Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Hygiene, Freizeit, Hobby etc. ausgegeben werden können, ohne dabei in die roten Zahlen zu kommen.
Wer für was und wie viel bezahlt bleibt natürlich ihrer Partnerschaft überlassen und hängt sicher auch davon ab, wie hoch die Einkommen beider Partner sind. Die Regelung 50/50 aller Ausgaben ist natürlich der faire Idealfall. Bedenken Sie auch immer, dass man Liebe nicht kaufen kann! Jeder muss an der Planung beteiligt sein. Geld hat schon so manche Beziehung und Freundschaft auseinander gebracht. Manche Streitereien über Geld enden nach dem Ende einer Beziehung sogar vor Gericht. Das muss nicht sein, wenn man konsequent ist und ehrlich miteinander umgeht. Geht es um große Investitionen wie eine Immobilie oder ein gemeinsames neues Auto scheuen Sie sich nicht davor, vorher einen Notar aufzusuchen und alles vertraglich per Unterschrift zu dokumentieren.
Kein Geld leihen oder verleihen
Verleihen Sie im Verwandten- und erst Recht nicht im Bekanntenkreis bloß kein Geld!Dies gilt umgekehrt natürlich genauso. „Bei Geld hört die Freundschaft auf“.
Kinder
Bei Geldproblemen:
Wenn Sie akute Geldprobleme haben und Ihren Kindern nicht mehr das bieten können, das bis jetzt selbstverständlich war, dann reden Sie mit ihnen offen darüber. Wenn Sie selbst sparen müssen, dann müssen auch Ihre Kinder lernen sich mit weniger großen Geschenken zu begnügen und möglicherweise auf den alljährlichen Urlaub zu verzichten. Außerdem ist es nicht verkehrt, Kinder daran zu gewöhnen, dass nicht alles von alleine auf sie zufliegt. Man muss lernen, sich alles zu erarbeiten, um sich den gewünschten Lebensstandard leisten zu können. Auch für Kinder gibt es gute Möglichkeiten, Geld selbst zu verdienen: Zeitungen austragen, für Nachbarn Einkäufe tätigen, bei Flohmärkten alte Nintendospiele oder Comics zu verkaufen. Bei Ebay oder www.alles.de gibt es gutes gebrauchtes Spielzeug. Schämen Sie sich nicht, wenn Sie in einer schlechten Zeit auch bei Ihren Kindern sparen müssen. Im Gegenteil: es ist schlecht für sie selbst und für die Erziehung Ihrer Kinder, wenn Sie ihre finanzielle Lage für Ihre Kinder ignorieren würden. Für Ihre Kinder wird es langfristig sogar sehr lehrreich sein und Sie als Eltern werden ein gutes Vorbild sein wenn Sie vorleben, wie man mit Geld in schlechten Zeiten umgeht.
Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach Basaren, die meistens in Kindergärten oder Schulen stattfinden. Günstiger bekommen Sie keine guten Kinderklamotten oder Zubehör wie Kindersitze, Fahrradsitze, Kinderwägen, Spielzeug etc.
Amazon-Buchtipp:
Freizeitgestaltung mit Kindern:
Wenn das Geld nicht für den Tiergarten oder Indoorspielplatz reicht, dann gehen Sie mit Ihren Kindern in die Natur. Die Natur hält wunderschönes Spielzeug bereit, das fasziniert sogar Erwachsene, zumindest mich. Durch einen kleinen Bach kann man mit Gummistiefel durchwaten, mit Steinen Schleusen bauen, mit Rinde oder Ästen Schiffchen schwimmen lassen. Im Wald findet sich immer etwas, das wir Erwachsene meist erst auf dem zweiten Blick sehen. Wurzeln, Steine, Bäume, Wildpflanzen, Wildkräuter - das Repertoire der Natur ist unerschöpflich. Kinder haben viel mehr Fantasie als wir, sie sehen die Welt noch mit anderen (offeneren) Augen. Das faszinierende daran ist, dass man kein großes Programm aufstellen muß wenn man einfach in die Natur geht, denn die Kinder finden automatisch interessantes Spielzeug. Und bei schlechtem Wetter gilt: “Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung”!
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