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SPAREN / Schulden vermeiden / Artikel “0% Zinsen-Finanzierungen”
0% Zinsen-Finanzierungen sind trotzdem ein Kauf auf Pump!
Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest des Konsums. Gerade in der Vorweihnachtszeit werden Konsumenten wieder in Unterhaltungselektronik-Fachmärkte und Kaufhäuser gelockt, indem mit Finanzierungen von 0% Zinsen geworben wird. Können solche Angebote bedenkenlos angenommen werden oder lauern dahinter Gefahren?
Hinter jeder Finanzierung steht in der Regel eine Bank. Auch wenn auf den ersten Blick zwar keine Zinsen anfallen, nimmt der Kunde trotzdem einen Kredit auf. Wie bei jedem Kredit üblich, prüft das entsprechende Kreditinstitut die Bonität des Kunden und die Finanzverhältnisse müssen offen gelegt werden.
Regelmäßiges Einkommen und eventuelle Unterhaltszahlungen werden erfragt und müssen wahrheitsgemäß mitgeteilt werden, damit der Finanzierungsvertrag abgeschlossen werden kann. Je schlechter der Konsument finanziell dasteht, desto schlechter wird er bewertet. Hat der Kreditnehmer geringe finanzielle Mittel, ist für die Bank die Gefahr größer, dass der Kredit nicht oder nicht vollständig zurückbezahlt werden kann. Und je höher das Kreditausfallrisiko für die Bank ist, desto mehr Zinsen werden erhoben. Somit kann es durchaus vorkommen, dass trotz 0% Zinsen-Werbung Zinsen entstehen, dessen Höhe der Kunde erst unmittelbar vor Abschluss des Kaufvertrages und nach Einstufung der Bank erfährt.
In vielen Fällen wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben - bei einem Probekauf wären 3 % des Kaufpreises fällig gewesen. Oftmals wird dem Kunden auch weisgemacht, man müsse eine Kreditausfallversicherung abschliessen, was ebenso erhebliche zusätzliche Kosten verursachen kann.
Es darf auch nicht unterschätzt werden, dass durch regelmäßige Ratenzahlungen die wirkliche finanzielle Lage des Einzelnen beschönigt wird, da der Überblick über alle Ausgaben sehr leicht verloren gehen kann. Es ist nicht selten der direkte Weg in die Schuldenfalle! Wenn 800 Euro für einen LCD-Fernseher auf einen Schlag vom Konto weggehen ist das Loch auf den ersten Blick größer und schreckt daher eher vom Kauf ab. Wenn das Produkt jedoch „nur“ 17 Euro im Monat kostet, geht die Kaufschwelle zurück und man macht sich keine Gedanken darüber, wie die finanzielle Situation in einem Jahr aussehen kann. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit greifen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten immer mehr um sich. Schon monatlich 100 Euro, die man unerwartet weniger zur Verfügung hat, können einen vor große finanzielle Probleme stellen. Vor allem die regelmäßigen monatlichen Ausgaben belasten den Geldbeutel und lassen sich schwer reduzieren. Kleine finanzielle Belastungen werden nicht so sehr wahr genommen wie eine größere und sind daher heimtückisch.
Nur bares ist wahres! Sofortzahlungen haben den Vorteil, dass man Rabatte aushandeln kann, was durch Finanzierungen nicht möglich ist.
Auch eine 0% Zinsen-Finanzierung, die oftmals keine ist, stellt eine Finanzierung auf Pump dar und sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Jeder Konsum auf Pump kann der Einstieg in die Schuldenspirale sein.
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