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BERICHTE / Wirtschaft
Verkehrte (Sozial-) Welt in der Medienlandschaft
Typische Stammtischreden der führenden Politiker über die ungerechte Verteilung und Wertschätzung von Arbeitsleistung gegenüber Hartz IV Sätzen dominierten den politischen Aschermittwoch. Die Massenmedien erörtern die provozierende Frage, die seit Tagen schon den Blätterwald und TV-Sendungen dominiert, mit Genuß ob es sich im Hinblick auf angeblich zu hohe Hartz-IV-Sätze überhaupt noch lohnt, zu arbeiten. Durch die Berichterstattung sowie die Meinungsmache der Politiker wird der Blick auf die angeblich ungerechte Verteilung zwischen der arbeitenden und nichtarbeitenden Bevölkerung ad absurdum geführt, indem der Ansatz einfach umgekehrt, anstatt nüchtern betrachtet wird. Weiterlesen >>
15.01.2010: Amerikanische Behörde verhökert sensible Verschiffungsdaten
Hochsensible Sendungsdaten, die für alle Exporte in die Vereinigten Staaten vor der Verschiffung dem amerikanischen Zoll gemeldet werden müssen (Automated Manifested System), können im Internet von einer amerikanischen Firma gegen Entgeld erworben werden, um Mitbewerber auszuspionieren und zu beobachten. Legal. Weiterlesen >>
09.01.2010: Erhöhung des Kindesunterhalts zum 1.1.2010 - unterhaltspflichtige Väter und Mütter, die vergessene Randgruppe
Im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes wurde der Kindesunterhalt der Düsseldorfer Tabelle 2010 rückwirkend zum 1.1.2010 um ca. 13% erhöht. Sollte dieses Gesetz doch wegen der Erhöhung des Kindergeldes und Steuererleichterungen ein Steuergeschenk für Arbeitnehmer sein, entpuppt es sich für unterhaltspflichtige Mütter und Väter als der pure Horror. Diese gewaltige Erhöhung wirft erst Recht einige Fragen auf wenn man bedenkt, dass die Lebenshaltungskosten 2009 in Deutschland ersten offiziellen Schätzungen zufolge auf dem niedrigsten Niveau seit 10 Jahren waren und die Nettolöhne seit Anfang der Neunziger Jahren gesunken sind. Weiterlesen >>
26.11.2009: Arbeitslosigkeit führte 2008 am häufigsten in die Überschuldung
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Arbeitslosigkeit der häufigste Auslöser für eine Überschuldung bei Privatpersonen. Im Jahr 2008 war sie mit 28% der von Schuldnerberatungsstellen betreuten Personen der bedeutendste Hauptauslöser für die Überschuldung. Auch im Vorjahr lag dieser Anteil etwa gleich hoch (29%). Andere Ereignisse wie zum Beispiel Trennung, Scheidung sowie Tod des Partners oder der Partnerin (14%), Erkrankung, Sucht oder Unfall (10%) führten ebenfalls zu kritischen finanziellen Situationen. Diese Angaben beruhen auf einer Befragung von 214 der insgesamt rund 950 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland; sie stellten anonymisierte Daten von rund 66 500 beratenen Personen mit deren Einverständnis bereit.
Im Jahr 2008 lebten 44% aller von den Schuldnerberatungsstellen beratenen Personen allein, wobei deutlich mehr alleinlebende Männer (27%) als alleinlebende Frauen (17%) sich in einer finanziellen Krisensituation befanden. Damit waren alleinlebende Männer überproportional von Überschuldung betroffen, denn ihr Anteil an allen Haushalten lag in dieser Zeit bei 18%. Außerdem zählten alleinerziehende Frauen mehr als doppelt so häufig zur Klientel der Schuldnerberatungsstellen (14%), als es ihrem Anteil an allen Haushalten (6%) entsprach.
Die überschuldeten Personen hatten 2008 im Durchschnitt rund 36 000 Euro Schulden, davon entfielen 21 000 Euro oder 58% auf Schulden gegenüber Banken, die somit die wichtigsten Gläubiger waren.
Bei mehr als der Hälfte der überschuldeten Personen (55%) lag 2008 das monatliche Nettoeinkommen unter 900 Euro und damit unter der Pfändungsfreigrenze, die derzeit 990 Euro beträgt. Bei den alleinstehenden Frauen und Männern mussten sogar 71% der überschuldeten Personen mit einem Nettoeinkommen unter 900 Euro auskommen. Nur rund 3% aller überschuldeten Personen hatten Einkünfte von mehr als 2 000 Euro pro Monat. Zusammen mit den Einkünften der übrigen Haushaltsmitglieder verfügten die beratenen Personen 2008 über ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 1 181 Euro. Über ein Drittel davon mussten sie für das Wohnen aufwenden, so dass für den übrigen Lebensunterhalt noch rund 770 Euro zur Verfügung standen.
Weltspartag - aus dem Sparschwein wird ein Schuldsch(w)ein
Am 30.10.2009 war es wieder soweit. Der 84. Weltspartag fand statt und machte in Grundschulen und Kindergärten die Runde. Durch die ersten Sparbücher wurden unsere Jüngsten auf den Sinn des Sparens gebracht, schmackhaft gemacht indem Werbegeschenke der Banken verteilt wurden. Die Eltern machten wieder munter mit.
Mit dieser gekonnten Werbeaktion der Banken steht wohl eher die frühe Kundenbindung im Fokus anstatt das Sparen an sich. Seit 1925 gibt es diesen Tag und basiert auf der Idee, den Gedanken des Sparens weltweit im Bewusstsein zu halten und auf die Bedeutung für die Volkswirtschaft und den Einzelnen. So war dies zumindest gedacht, als dieser Tag im Oktober 1924 beim Internationalen Sparkassenkongress in Mailand von Vertretern aus 29 Ländern beschlossen wurde. Weiterlesen >>
26.10.2009: Warum alles immer teurer wird und warum die Schere „Arm-Reich“ immer weiter auseinander klafft
Jedes Jahr verteuern sich die Ausgaben in Deutschland um 8-10%, aber in den letzten 30 Jahren stieg die Anzahl der Milliardäre von 10 auf 800! Der Euro hat seit seiner Einführung 2002 bereits 40 % seiner Kaufkraft verloren. Weltweit verfügen 10% der Menschheit über 90% der vorhandenen Gelder. Lesen Sie die Hintergründe warum die Schere Arm-Reich immer weiter auseinander klafft, wie die Inflationsrate geschönt wird, wie Geld im Laufe der Geschichte entstanden ist und wie manipulativ es wurde.
Zitat: “Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh”. (Henry Ford)
Jeder Mensch, der seinen gesunden Menschenverstand gebraucht wird feststellen, dass sich die Ausgaben jedes Jahr verteuern. Wenn man vor ein paar Jahren vom monatlichen Gehalt noch etwas Rücklagen für schlechtere Zeiten bilden oder sich eine Rentenversicherung leisten konnte, so kommt man heute möglicherweise gerade noch so über die Runden. Weiterlesen >>
15.09.2009: US-Schulden heute: $ 11809330690621,06
Insgesamt 700 Milliarden US-Dollar kostete das Rettungspaket für die amerikanische Finanzwirtschaft. Über 300 Finanzinstitute wurden mit den Steuergeldern gerettet. Zwar haben schon einige Banken die staatliche Unterstützung zurückgezahlt, dennoch stehen die USA vor enormen Problemen. Auch im August verloren wieder über 200000 Menschen ihren Job. Shopping-Malls schliessen weil immer weniger konsumiert wird, leerstehende Häuser wegen der geplatzten Immobilienblase und die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt heute am 15.September 2009 sage und schreibe $38,476.22. Die Gesamtschulden der USA haben die aberwitzige Summe in Höhe von: $ 11.809.330.690.621,06. (in Worten: elf Billionen achthundertneunmilliarden dreihundertdreissigmillionen sechshunderneunzigtausend sechshunderteinundzwanzig Dollar und 6 Cent). Dies ist die offizielle Summe. Die inoffizielle Summe soll über 70 Billionen betragen...
Dennoch ging in den USA letzte Woche die 92. Bank im Zuge der Finanzkrise bankrott. Der Grund warum nicht alle Banken gerettet wurden ist ganz einfach: Es kamen nur die Banken in den Genuss von Staatshilfen, die "systemrelevant" sind. D.h. wenn eine Bank wie die Citygroup bankrott gehen würde, dann würden die Menschen vor geschlossenen Türen stehen und auch der Bankautomat würde kein Geld mehr ausspucken. Die Folge wäre, dass die meisten Menschen anfangen würden sich ihre Sparguthaben ausbezahlen zu lassen weil sie fürchten würden, "ihre" Bank könnte die nächste sein. Dies nennt man einen “Bankrun”. Wenn es so weit käme, dann würden die Bürger sämtliches Vertrauen in den US-Dollar verlieren und das System könnte kippen. Die Folgen wäre der Staatsbankrott und soziale Unruhen im Land der unbegrezten Möglichkeiten.
In Deutschland war es angeblich fast soweit als die “Hypo Real Estate” im Herbst 2008 in letzter Sekunde gerettet wurde und Angela Merkel sich daraufhin für die Sicherheit aller Sparguthaben verbürgen musste.
13.09.2009: Containerschiffahrt in der Krise
Die Containerschiffahrt bekommt die Wirtschaftskrise mit voller Wucht zu spüren. Vor etwas über einem Jahr erlebte die Branche einen Boom, der seinesgleichen sucht. Darum wurden neue Riesenfrachter bestellt, nichtsahnend dass dieser Boom seit Ende 2008 ein jähes Ende finden wird. Die Reeder sitzen auf ihren nagelneuen Schiffen und finden keine Ladung mehr. Das Ratenniveau stürzte vollkommen zusammen und erreichte tatsächlich fast den Nullpunkt.
Um die Seefrachtraten für Container wieder anzuheben beschlossen die die Reeder durch die Bank den vorhandenen Schiffsraum seit Monaten künstlich zu verknappen, um ein Ratenniveau zu erreichen, wovon sie wieder halbwegs leben können. D.h. ganze Linien wurden gestrichen und Schiffe wurden vorübergehend stillgelegt (siehe Singapur). Dies führte dazu, dass im Moment effektiv mehr Ladung vorhanden ist als Kapazitäten frei sind. Es können derzeit aus Häfen wie Ningbo oder Shanghai nicht mal alle Container pünktlich verladen werden, da die Schiffe völlig ausgebucht sind. Dafür zahlt man für einen 20ft Container von China nach Europa wieder weit über 1000 USD inkl. der ganzen Zuschläge. Die Reeder sind da sehr einfallsreich (derzeitige Zuschläge: Emergency Bunker, Golf of Aden, Suez Canal, Low Sulphur, Peak Season). Verständlich, da es der Branche wirklich bescheiden geht! Fazit: Je mehr Frachtkosten ein Unternehmen bereit ist für einen Container zu bezahlen, desto besser die Chance einer pünktliche Verladung!
26.08.2009: Umbruchphase der modernen Wirtschaft
Ohne jeden Zweifel befinden wir uns in einer Umbruchphase unserer gewohnten und modernen Gesellschaft. Unser seit Beginn des Industriezeitalters fest verankertes System des „Wirtschaftswachstums um jeden Preis“ mit Festangestellten, Arbeitern, Großkonzernen und sicheren Arbeitsplätzen scheint dem Ende entgegen zu gehen. Indizien sind Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, die bald in Massenarbeitslosigkeit ausufern könnte, das mögliche Wegfallen ganzer Konzerne und Industrien (Beispiel: Opel/General Motors, Karstadt-Quelle, Finanzsektor etc.). Nach heutigem Stand, Mitte 2009, verlieren bereits in den USA jeden Monat 400.000 Menschen ihren Job! Im August 2009 waren es nur noch über 200.000..., ein Silberstreif am Horizont?
Die Gründe dafür sind vielseitig. Nicht nur die Immobilienblase und die u.a. dadurch einsetzende Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auch unser derzeitiges Zinssystem und die Überproduktion in den letzten Jahrzehnten stellten die Weichen in einem auf Wirtschaftswachstum und entfesseltem Kapitalismus basierendem System auf Stagnation und Rezession. Jetzt, da die globale Weltwirtschaft in noch nicht gekanntem Ausmaß schrumpft wird deutlich, dass dieses System an seine Grenzen stößt und nach Alternativen und Strategien eines jeden Einzelnen ruft.
Es ist eine Schande, dass der Steuerzahler Banken unterstützen muss, die sich durch Gewinnmaximierung und Profitgier selbst in eine bedrohliche Lage gebracht haben, die wiederum der Wirtschaft schaden (und damit den Bürgern) da sie kaum mehr Kredite für Investitionen zur Verfügung stellen, nur um sich selbst zu sanieren. Diese gigantischen Geldsummen hätte man lieber in soziale Projekte, Kinder, Familien sowie in die Wissenschaft und Innovationen, die wir dringend benötigen, investieren sollen. Das System, wie wir es kennen ist ein Auslaufmodell und muss erneuert werden für ein ganzheitliches und soziales Miteinander aller Völker und Kulturen.
20.08.2009 Gründe, die gegen eine Investition in Immobilien sprechen
Ich halte in der heutigen Zeit nichts von Immobilien, da der Werterhalt keineswegs gesichert ist. Zwar gibt es in Deutschland keine Immobilienblase wie in den USA, Spanien oder Großbritannien- jedoch ist zu bedenken, dass die Bevölkerung in Deutschland altert, da immer weniger Kinder geboren werden. Als Folge wird der benötigte Wohnraum abnehmen und die Immobilienpreise fallen.
Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geraten immer mehr Menschen in finanzielle Schwierigkeiten. Es ist anzunehmen, dass immer mehr Immobilien verkauft oder verpfändet werden müssen. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich für eine eigen genutzte Immobilien einen Kredit aufzunehmen, machen Sie sich bewusst, dass dies mit vielen Einschränkungen in Ihrem Leben verbunden sein kann. Gerade Frauen neigen oft dazu, das Haus als das Lebensziel schlechthin zu definieren (nach Kinder und dem treu sorgendem Ehemann). Denken Sie an Reparaturen, die immer notwendig sein werden an einem Haus, bzw. an einer eigenen Wohnung. Die viele Zeit, die Sie für ein Haus aufwenden müssen um es zu unterhalten kann einen auch die Lebensqualität nehmen, wenn es einen überfordert. Wenn Sie ein begnadeter Handwerker, Bastler und Gärtner sind kann das freilich anders aussehen. Aber unterschätzen Sie den Nutzen/Stress-Faktor für eine Immobilie nicht! Vor allem wenn an anderer Stelle eingespart oder verzichtet wird , um das Haus ab zu bezahlen.
Ein Haus oder eine Immobilie können Sie nicht scheibchenweise verkaufen wenn Sie Geld benötigen. Aus Vermögenssicht sind Immobilien zu bewerten wie Wertpapiere oder Aktie, denn die Preise sind abhänging von Zinsen und Kreditverfügbarkeit. Immobilien können jederzeit besteuert werden wenn der Staat Geld benötigt, denn alles ist im Grundbuch dokumentiert..
Sogenannte Steuervorteile sind oft gar keine. Siehe Riester-Rente und alle anderen Lebensversicherungen, der Staat kann an der Steuerspirale drehen wie er will und Sie können rein garnichts dagegen tun.
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